Was heißt „uralt“?

Gerade bin ich durch meine Ebay Favorit Search Mails gesurft und dabei auf folgenden Artikel gestossen:

<< PADERBORN uralte Festschrift "25 Jahre THW" 1977 >>

Eine Festschrift von 1977 ist also schon uralt. Das kann aber auch nur ein Teen geschrieben haben, oder?
Wie ist denn dann eine Festschrift von 1967 zu bezeichnen? Ururalt?
Gibt es für jedes weitere Jahrzehnt eine „Ur“?

Um zu prüfen, wie andere Ebay-Nutzer es mit diesem Adjektiv halten, habe ich mal „uralt“ in die Suche eingegeben.
Hier ein paar weitere Ergebnisse:
uralt Bilderbuch ,,Wilde Tiere ´´Firma Hausser um 1900 – Bilderbuch von Hans Stubenrauch – na ja, 1900 ist schon relativ alt
Uralt DDR Plastik Auto LKW W50 Schüttgut Sattel OVP – wann entstand noch mal die DDR?
Uralt-Handy Siemens S6D mit 2 Akkus und Lederetui – ja, Handies hatten ja auch schon die alten Griechen
Steckkartenlot Frankreich ab 1853. Uralt und Selten – das ist doch mal etwas älter

Also suchen Sie auch mal, es macht Spaß: Uralt bei Ebay

Bahnfahrer 11.5.07

Ich muss heute noch von meinen Bahnerlebnissen von Freitag berichten. Ohne etwas Böses zu ahnen, ging ich Freitag gegen 16:15 zur S-Bahnhaltestelle Dortmund Universität. Dort hatte sich bereits eine große Menge von Studierenden und weiteren Mitreisenden eingefunden, um ihren Heimweg anzutreten. Um 16:19 sollte die S-Bahn eigentlich kommen, doch ungefähr zur selben Uhrzeit kam eine Durchsage, die darauf hinwies, dass ein umgefallener Baum verhindere, dass die S-Bahn käme und man bitte auf die Busverbindungen ausweichen solle. Es herrschten wirklich starke Windböen an diesem Tag, die ich allerdings bei der Arbeit im Gebäude noch nicht mitbekommen hatte.

Das ließ sich keiner zweimal sagen und so strömte die Menge zur nächsten Bushaltestelle. Dort fiel einem dann noch mal auf, wie viele Menschen in so eine S-Bahn gehen und wie wenige nur in einen Bus. Obwohl einige Mitreisende per Handy versuchten, sich abholen zu lassen, versuchten dann immer noch ca. 100 von ihnen in den nächsten Bus einzusteigen, was natürlich völlig unmöglich war.
Man kann nun darüber spekulieren, ob die Bahn bis zu diesem Zeitpunkt bereits den örtlichen Verkehrsbetrieben hätte Bescheid sagen müssen, damit diese einen oder mehrere Zusatzbusse hättenn einrichten können. Wirtschaftlich gesehen, ist das für die Verkehrsbetriebe sicherlich völlig uninteressant, wenn die Bahn ihnen dafür keine Entschädigung gibt. Ich habe aber keine Ahnung, ob es einen derartigen Ausgleich gibt. Ich selbst bin nicht in denn Bus gekommen und nachdem ich 20 Minuten später wieder auf dem Weg zur S-Bahn – eine andere Fahrmöglichkeit gab es für mich in dieser Zeit nicht – erneut eine große Menschenmenge aus dem S-Bahn „Schacht“ kommen sah, rief ich ein Taxi. 11 Euro hat mich die Fahrt zum Hauptbahnhof gekostet. Das ist mehr als die Hälfte meines (durch Bahncard) verbilligten Bahntickets.
Natürlich kann die Bahn für Wetterkapriolen nichts. Allerdings fragt man sich, ob nach den Erfahrungen von Kyril überhaupt noch Bäume so stehen dürften, dass sie den Bahnbetrieb gefährden oder auch nur behindern können?
Weiterhin frage ich mich, ob die Ansage am Bahnsteig nicht auch schon etwas früher und dann alle paar Minuten hätte kommen können oder war das Ereignis gerade erst geschehen?
Außerdem hätte die Ansage auch noch mehr Hinweise für Ausweichmöglichkeiten geben können. Vielleicht wäre es auch möglich gewesen, kurzfrisitig ein oder zwei Extrabusse einzusetzen. Ich wäre auch gerne bereit gewesen ein paar Euro dafür zu geben, da ich nun über die Taxikostenn ja noch sehr viel mehr bezahlt habe.
Mir fällt immer wieder auf, obwohl ich schon jahrelang Bahn fahre, verstehe ich die Organisation und Abfolge der Ereignisse immmer noch nicht ganz.

Bahnfahrer

Seit ich nun in Dortmund arbeite, stellt sich wieder die Frage, ob die Bahn nicht das bessere Verkehrsmittel ist. Das will ich nun testen.
So habe ich mich heute morgen nach Scharmede aufgemacht – ich hatte gehört, dass man dort kostenlos direkt an der Bahn parken kann, was auch richtig war – und habe von dort aus die Fahrt angetreten. Leider hatte ich dort dann gleich das erste unschöne Erlebnis und zwar war der Fahrkartenautomat kaputt. Um sicher zu gehen, habe ich gleich die angegeben Hotline angerufen, die nicht kostenlos ist, sondern 9 Cent die Minute kostet – sehr sonderbar, da ich der Bahn doch damit einen Dienst tue! – bin dort aber nur in die Warteschleife gelangt und habe gleich wieder aufgelegt. Dann gab es noch einen SOS-, Behinderten- und Info-Schalter, den ich erst nicht wagte zu drücken, aber dann doch. Dort hatte ich auch schnell eine Verbindung und der Herr sagte mir, dass ich heute bereits der 15 Melder sei (!) und die richtigen Stellen informiert seien. Na ja, mal sehen, wann der Automat wieder repariert ist. Eine Mitreisende meinte nur: „Nicht schon wieder!“. An der Haltestelle gibt es dann ein nettes Plakat, das darauf hinweist, dass das Nachlösen im Zug nur Kulanz der Bahn sei und eigentlich 40 Euro koste. Nun bin ich sehr gespannt, was passiert, wenn doch ein Schaffner vorbeikommt. Ich habe einen im Zug gesucht, aber keinen gefunden und den Zugführer kann man nicht kontaktieren, da sein Bereich vollständig abgegrenzt ist. Nun ich lass mich überraschen. Ich bin auch gespannt, wie voll es noch wird – jetzt bin ich gerade im Geseke und es ist 8:36. Der Zug kam in Scharmede übrigens ca. 2 Minuten zu spät an – das ist zu verkraften. Mal sehen, wie die Verspätung in Hamm aussieht.
So, jetzt bin ich in Dortmund angekommen. Ich habe zwar in Hamm wohl einen anderen Anschluss als den geplanten genommen, aber das war dann auch nicht problematisch. Mal sehen, wie es weiter geht.

Ich habe Interesse an Ihrem Auto!

Kennen Sie diese kleinen Zettel, die meistens in die Scheibenritze gesteckt sind und Sie auffordern sollen, bei Verkaufsambitionen eine bestimmte Nummer anzuwählen? Seit einiger Zeit stecken an meinem Auto nun auch häufiger diese Zettelchen – vielleicht weil mein Wagen nun ein bestimmtes Alter erreicht hat und interessant geworden ist. Oder wird diese Werbeaktion einfach immer flächendeckender? Die Telefonnummer auf den Zetteln ist eigentlich immer ein Handy und als Name „Herr Stefan“ erscheint mir auch wenig seriös. Ein seriöses Unternehmen müsste wahrscheinlich auch nicht diese Werbepraktiken nutzen.
Die Frage ist nur – die ich mir im Übrigen auch beim Spam stelle – wie viele Leute nutzen dieses Angebot. Wenn keiner darauf reagieren würde, so würde diese Masche doch mit der Zeit aufhören, oder? Und warum tauchte diese Art der Werbung so plötzlich auf? Lag es daran, dass Laminiergeräte immer billiger wurden – obwohl, der mir gerade vorliegende Zettel ist nur dicke Pappe, also nicht Regenwetter-geeignet.

Fragen über Fragen 🙂

Vielleicht sollte ich auch mal so Zettel verteilen:
„Ich habe Interesse an Ihrem Geld!
Bitte rufen Sie mich an, wenn Sie etwas zu verschenken haben …“
Käme das gut an?

Tolle Design-Produkte von Remember

In einer Zeitschriftbeilage habe ich tolle Design-Produkte von Remember gefunden – da sind wirklich tolle Weihnachtsgeschenke dabei. Mir gefallen besonders die Frühstücksbrettchen mit den witzigen Texten. Aber auch die Sitzwürfel aus Pappe und die Kalender sind nicht schlecht und die Preise scheinen mir auch nicht überzogen.

Vielleicht kann man dort ja auch irgendwann das Frühstücksbrettchen mit dem Stadtplan der eigenen Stadt oder mit einem eigenen Bild bedrucken lassen – obwohl, das widerspricht wahrscheinlich dem Gedanken und ist dann auch nicht mehr etwas Besonderes.

Belauscht!

Heute habe ich eine ganz wunderbare Website gefunden belauscht.de (wieder einmal über das tolle Blog von akademie.de – kann ich nur wärmstens empfehlen!).
Dort stehen ganz wunderbare belauschte Texte von den unterschiedlichsten Orten wie z.B. U-Bahn, Bushaltestelle, Kaufhaus, Straße, etc. Hier ein tolles Beispiel:

kulturelle schokolade
Mittwoch, August 23, 2006, 16:21 Benotet – in der Schule
Schule. 6.Dezember – Nikolaustag.

Lehrer zu chinesischer Gastschülerin: Wissen Sie, wer der Nikolaus ist?
Schülerin: Heute ich habe Nikolaus gegessen – abe nu die Beine!

Es macht einfach nur Spaß, hier ein wenig rumzusurfen.

Splak Silikondeckel – bisher noch nicht zu nutzen

Ich habe mir ein 2er Set Splak bei Schlecker für 7,99 Euro gekauft. Ich hatte diese Deckel vor ein paar Jahren bereits auf dem Paderborner Pottmarkt zu Libori vorgeführt bekommen und fand diese Idee sehr sinnvoll.
Bisher bin ich von den Deckeln aber eher enttäuscht, weil sie bei allen bisherigen Versuchen nicht auf bzw. über die Gefäße zu ziehen waren, da sie entweder zu „stramm“ waren – obwohl die Gefäßgröße nach Anleitung passte – oder der Gefäßrand zu glatt war. In der Anleitung wird zwar darauf hingewiesen, dass der Gefäßrand und der Silikondeckel gänzlich fettfrei sein sollen, damit er hält, dieses ist in der Küche aber nicht immer so leicht zu händeln. Es könnte also teilweise auch daran liegen.
Insgesamt haben die Deckel bisher leider in keiner Weise ihren Zweck und meine Erwartungen erfüllt. Vielleicht finde ich ja noch die Lösung bzw. gute Tricks, um die Deckel zu nutzen, oder jemand kann mir seine/ihre Erfahrungen berichten.

Losbuden – warum gibt es dort eigentlich keine Mülleimer

Gestern Abend beim zu Bett gehen fragte mich mein kleiner Sohn, der ein großer Fan aller Müllmänner und Fahrzeuge ist, warum bei der Losbude, an der wir am Nachmittag Lose gekauft hatten, keine Mülleimer gestanden hätten. Darauf bin ich ein wenig ins Grübeln gekommen, denn ich kann mich an keine Losbude erinnern, wo das jemals so war. Sonst ist es normal, dass man Papier in Mülleimer oder Papierkörbe schmeißt, aber bei Losbuden reißt man eigentlich immer die Lose einfach auf und lässt alles nicht benötigte einfach auf den Boden fallen. Ist das eigentlich sinnvoll – ich konnte es meinem Sohn jedenfalls nicht erklären. Wahrscinlich handelt es sich wieder um den altbekannten Dreisatz:

Das war schon immer so,
das war noch nie so,
wo kommen wir denn da hin!

Firmenpleiten

Nachstehend eine kurze Aufstellung der grössten und spektakulärsten deutschen Firmenpleiten
1961 die Automobilfirma Borgward in Bremen meldet Konkurs; 15 000 Beschäftigte werden entlassen
1974 das Bankhaus Herstatt macht mit Devisentermingeschäften grosse Verluste und macht dicht
1982 AEG beantragt Vergleich, die Gläubiger bleiben auf 4.4 Milliarden DM sitzen; AEG ging im Daimler-Konzern auf
1983 Der Baumaschinenhersteller IBH Holding meldet mit 1 Milliarde DM Schulden Konkurs an; der Vorstandsvorsitzende wird wegen Betrugs verurteilt
1986 der Gewerkschaftskonzern „Neue Heimat“ wird für 1 DM an den Berliner Bäcker Horst Schiesser verkauft. Die Banken setzen jedoch die Liquidation des Untenehmens durch.
1989 coop frisiert die Bilanzen und hinterlässt 1.7 Milliarden DM Schulden
1993 Der Duisburger Klöckner-Konzern macht mit Devisenspekulationen eine Milliarde DM Verlust; statt Konkurs gibt es eine Vergleich
1994 Sportbodenhersteller Balsam macht mit Finanzmanipulationen 1.3 Milliarden DM Verlust; Die Firmenchefs sitzen im Gefängnis.
1994 Immobilienspekulant Jürgen Schneider geht Pleite; er hinterlässt 5 Milliarden DM Schulden. Er sitzt wegen Betrugs im Gefängnis.
2000 Flowtex frisiert mit dem Verkauf nicht existierender Bohrgeräte einen Schuldenberg von 1.5 Milliarden EURO. Die beiden Gesellschafter sitzen im Gefängnis.
2002 Filmhändler Leo Kirch macht 6.5 Milliarden EUR Schulden und muss lukrative Teile seiner Firma verkaufen.
2002 Babcock-Borsig meldet Insolvenz an.

Ich weiß leider nicht mehr, woher ich das habe.

Warum wird immer weniger geblinkt?

Es gibt Entwicklungen in gängigen Verhaltensweisen oder sich neu entwickelnde Verhaltensweisen, deren Herkunft ich mir nicht wirklich erklären kann. Ein Beispiel dafür ist die abnehmende Bereitschaft den Blinker im Auto zu betätigen. Beobachten Sie das nicht auch bei Ihren Fahrten, dass immer weniger Autofahrer ihren Abbiegewillen durch das bekannte Lichtzeichen kund tun. Wie kommt es zu dieser Entwicklung. Geht das einher mit der generellen Zunahme von Regelverstößen im Straßenverkehr wie auch z.B. das „über Rot fahren“? Ist die Individualisierung des einzelnen so weit fortgeschritten, dass er den Regeln der Gesellschaft immer weniger Interesse und Beachtung schenkt? Geht es nur noch darum, dass ich mit meinem Auto so schnell wie möglich ans Ziel komme, was um mich herum passiert ist vollkommen uninteressant?
Mir missfällt diese Entwicklung sehr, allerdings weiß ich nicht, was man dagegen machen kann. Sehr viel Sinn macht es wohl nicht, den Missetäter bzw. die Missetäterin mit lautem Hupen aus ihrem Individualschlaf /-traume aufzuwecken. Entweder führt dieses zu keinerlei Reaktionen oder vielleicht zu einer ungewollten Übersprunghandlung.
So werde ich mich denn weiter ärgern oder einfach gar nicht mehr und nur noch lachen – lachen über so viel Egoismus, Starrsinn, Dummheit in unserer Gesellschaft – mich natürlich eingeschlossen.