Archiv für Januar 2010

Januar von Robert Reinick

Samstag, 23. Januar 2010

Wohin man schaut, nur Schnee und Eis,
Der Himmel grau, die Erde weiß;
Hei, wie der Wind so lustig pfeift,
Hei, wie er in die Backen kneift!
Doch meint er’s mit den Leuten gut,
Erfrischt und stärkt, macht frohen Mut.
Ihr Stubenhocker, schämet euch.
Kommt nur heraus, tut es uns gleich.
Bei Wind und Schnee auf glatter Bahn
Da hebst erst recht der Jubel an!

Robert Reinick

Beamtenkinder

Freitag, 22. Januar 2010

Beamte sind doch eine besondere Spezies und damit ihre Kinder natürlich auch. Sicherlich kennt Ihr die Witze zu Beamtenkindern wie z.B.

Beamten – Weihnacht

Der Gabentisch ist öd’ und leer
die Kinder schauen still umher
da lässt der Vater Einen krachen
die Kinder fangen an zu lachen
so kann man auch mit wenig Sachen
“Beamtenkindern” Freude machen!

Ich kannt davon bisher nur den Teil: “So kann man auch mit kleinen Sachen Beamtenkindern Freude machen.”

Allerdings bin ich heute auf eine ganz andere Seite von Beamtenkinder gestoßen und zwar auf der Website www.beamtenkind.de – schaut selbst!

1..2..3 und dann doch nicht ersteigert

Dienstag, 19. Januar 2010

Mein gestriges Ebay-Erlebnis:

Sie haben diese Auktion leider nicht gewonnen. Hier eine Auswahl von Artikeln, die Sie interessieren könnten.

Ölgemälde a. Leinwand Paderborn sign. Matern 000664

Preis: EUR 531,86
Ihr Maximalgebot: EUR 57,77
Nach ähnlichen Artikeln suchen

Ja, so ist es manchmal, da möchte man etwas ersteigern und ist bis zur letzten Minute der Höchstbietende und dann überschlagen sich die Gebote.
Da ich selbst kein Programm zum Steigern nutze, habe ich häufiger das Nachsehen, denn sonst wäre es wohl nicht möglich gewesen, dass in der letzten Minute die Gebote noch um fast 1000% steigen.
Interessant ist es, sich mal die Liste der Gebote anzugucken, denn die Uhrzeiten und Summen hinter den Geboten sind mir noch nicht ganz klar:

s***m( 187Bewertungspunktestand von 100 bis 499) EUR 531,86
18.01.10 18:59:57 MEZ

h***u( 664Bewertungspunktestand von 500 bis 999) EUR 526,86
18.01.10 19:00:08 MEZ

a***4( 1108Bewertungspunktestand von 1000 bis 4,999) EUR 413,87
18.01.10 19:00:05 MEZ

9***8( 68Bewertungspunktestand von 50 bis 99) EUR 156,00
18.01.10 18:59:36 MEZ

e***l( 3399Bewertungspunktestand von 1000 bis 4,999) EUR 113,59
18.01.10 18:59:41 MEZ

u***o( 330Bewertungspunktestand von 100 bis 499) EUR 57,77
18.01.10 18:36:57 MEZ

u***o( 330Bewertungspunktestand von 100 bis 499) EUR 50,23
18.01.10 08:54:42 MEZ

Mein letztes Gebot war von 18:36:57. Dann folgten 5 höhere Gebote in der letzten Minute. Hätte das höchste Gebot nicht schon vorher auftauchen müssen und gibt es ab irgendeiner Summe nicht mehr 50 Cent sondern 5 Euro Schritte?
Da fehlen mir die Erfahrungen.

Freund und Kupferstecher!

Montag, 18. Januar 2010

Mein Contheodorianer Gerhard Gogo Gemke www.gerhardgemke.de seines Zeichens Autor zweier historischer Jugendkrimis nutzte diesen Ausspruch als Anrede – leicht abgewandelt – für die Ankündigung seiner Vor-Lesung aus “Der falsche Orden” im Studio der Kammerspiele Paderborn, Klingelgasse am 31.1.10 um 15 Uhr.

Irgendwoher kenne ich diesen Ausspruch, aber ich habe keine Ahnung mehr woher, darum schnell mal Google befragt und auf folgenden Wikipedia-Abschnitt gestoßen:

Die sprichwörtliche Anrede „Mein lieber (oder alter) Freund und Kupferstecher“ deuten manche pikanterweise auch als abwertend und misstrauisch, da die Kupferstecher mit dem Aufkommen des Papiergeldes die nötigen Voraussetzungen mitbrachten, um als Geldfälscher tätig zu werden. Auch ist es immer wieder einmal vorgekommen, dass Kupferstecher Gemälde in Druckgrafik umgewandelt haben, ohne den Autor des Gemäldes in der Legende zu erwähnen. Üblich war es, sowohl den Namen des Malers (…fecit=…hat es gemacht) als auch den Namen des Stechers (…sculpsit=…hat es gestochen) zu nennen. Daher konnte ein Kupferstecher durchaus jemand sein, der dazu neigte sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken, also jemand, dem gegenüber Misstrauen angebracht war. Als Beleg geben sie den Dichter Friedrich Rückert an, der ihn als Anrede in den Briefen an seinen Freund, den Kupferstecher Carl Barth benutzte. Vielleicht hat es sich dabei aber nur um eine leicht anzügliche Frotzelei unter Freunden gehandelt.

Diese Herkunft stellt Lutz Röhrich[1] im Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten in Frage. Für ihn ist das Gedicht Rückerts „An den Gevatter Kupferstecher Barth“ zu wenig bekannt geworden. Er verweist bei der im mittleren und nördlichen Deutschland, besonders in Berlin und Sachsen gebräuchlichen, halb ironischen, halb vertraulichen Anrede stattdessen auf das 8. Kapitel in Theodor Fontanes „Frau Jenny Treibel“, 1892 (»Das hat so sein sollen, Freund und Kupferstecher; mitunter fällt Ostern und Pfingsten auf einen Tag«). Für ihn ist noch nicht geklärt, warum sich der Beruf des Kupferstechers in dieser Formel erhalten hat. Er verweist auf Parallelen zu den sinngemäß im Obersächsischen gebrauchten Redensarten „Alter Freund und Bildermann“ (wobei es sich bei dem Bildermann um einen auf den Jahrmärkten anzutreffenden Schausteller handelte, der die Erzeugnisse der Kupferstecherei verkaufte) sowie „Alter Freund und Petschaftsstecher“.

Aha – mal sehen, wo ich ihn demnächst mal verwenden kann.

Ein Faschingsgedicht

Freitag, 15. Januar 2010

Feiern mit Helau, Alaaf,
Alles andere nur nicht brav,
Super Stimmung überall,
Clowns und Jecke sind am Ball,
Heute tanzt die ganze Stadt,
In Verkleidung durch die Nacht,
Niemals soll’s zuende gehn,
Guter Gott, wie ist das schön!