Theelied – von Ludwig Uhland

Theelied.

Ihr Saiten, tönet sanft und leise,
Vom leichten Finger kaum geregt!
Ihr tönet zu des Zartsten Preise,
Des Zartsten, was die Erde hegt.

In Indiens mythischem Gebiete,
Wo Frühling ewig sich erneut,
O Thee! du selber eine Mythe,
Verlebst du deine Blüthezeit.

Nur zarte Bienenlippen schlürfen
Aus deinen Kelchen Honig ein,
Nur bunte Wundervögel dürfen
Die Sänger deines Ruhmes sein.

Wann Liebende zum stillen Feste
In deine duft’gm Schatten fliehn,
Dann rührest leise du die Aeste
Und streuest Blüthen auf sie hin.

So wächsest du am Heimathstrande,
Vom reinsten Sonnenlicht genährt.
Noch hier in diesem fernen Lande
Ist uns dein zarter Sinn bewährt.

Denn nur die holden Frauen halten
Dich in der mütterlichen Hut;
Man sieht sie mit dem Kruge walten,
Wie Nymphen an der heil’gen Fluth.

Den Männern will es schwer gelingen,
Zu fühlen deine tiefe Kraft;
Nur zarte Frauenlippen dringen
In deines Zaubers Eigenschaft.

Ich selbst, der Sänger, der dich feiert,
Erfuhr noch deine Wunder nicht;
Doch was der Frauen Mund betheuert,
Ist mir zu glauben heil’ge Pflicht.

Ihr aber möget sanft verklingen,
Ihr meine Saiten, kaum geregt!
Nur Frauen können würdig singen
Das Zartste, was die Erde hegt.

Weitere Gedichte von Ludwig Uhland finden Sie unter www.uhland-gedichte.de.

Morgen ist Valentinstag – hier noch ein Gedicht


V – oller Glück
A – ugen strahlen
L – ippen sind rosig
E – in und alles
N – ur Du
T – ausend Küsse
I – nnigste Liebe
N – ie wieder ohne Dich
S – uper Gefühl
T – olle Gemeinschaft
A – lles für Dich
G – lückselig bin ich!

Achim Schmidtmann

Ich kann dich nie vergessen – ein Valentinsgedicht

Ich kann dich nie vergessen

Wie könnt ich dein vergessen!
Dein denk ich allezeit.
Ich bin mit dir verbunden,
mit dir in Freud und Leid.
Ich will für dich im Kampfe stehen,
und sollte es sein, mit dir vergehen.
Wie könnt ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist,
solang ein Hauch von Liebe
und Leben in mir ist.
Ich suchte nichts als dich allein,
als deiner Liebe wert zu sein.
Wie könnt ich dein vergessen!
Ich weiß, was du mir bist.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Dieses schöne Rezept habe ich als Neujahrsgruß erhalten

Nachfolgend ein kleines Rezept, welches helfen kann das Neue Jahr erfolgreich zu meistern.

Man nehme 12 Monate, putze sie sauber von Neid, Bitterkeit, Geiz, Pedanterie und zerlege sie in 30 oder 31 Teile, so dass der Vorrat für ein Jahr reicht.

Jeder Tag wird einzeln angerichtet aus 1 Teil Arbeit und 2 Teilen Frohsinn und Humor.

Man füge 3 gehäufte Esslöffel Optimismus hinzu,

1 Teelöffel Toleranz,

1 Körnchen Ironie und 1 Prise Takt.

Dann wird die Masse mit sehr viel Liebe übergossen

Das fertige Gericht schmücke man mit Sträußchen kleiner Aufmerksamkeiten und serviere es täglich mit Heiterkeit.

Katharina Elisabeth Goethe (1731-1808), Mutter v. Johann Wolfgang von Goethe

Winterstiefel – Peter Hille

Winterstiefel
– Ein Scherzo aus dem Vorfrühling –
von Peter Hille

Hat ja nur sich selber an,
Schämt sich nicht, hat Freud daran.

Krauses Haar wie lachend Gold,
Das von tausend Teufeln tollt.

Beide Beine flink und fein
Sinken in zwei Stiefel ein.

Kappen plum und Absatz schwer,
Lachend schleppt es sich daher.

Als ob die Welt nur Leder wär!

Schwarz das Leder, ros‘ das Bein:
Stiefel, sag, was fällt dir ein?

Heissa, wie der Stiefel flog,
Beide Hände klatschen hoch.

Und die Füßlein ganz befreit
Machen die ein Zehengespreit.

Winterwald

Winterwald

(aus „Dreizehnlinden“)

von Friedrich Wilhelm Weber

Winterwald im Sonnenglanze,
Reich an Silber und Demanten,
Die an jedem Zweige blitzen,
Die auf jeder Knospe brannten.

Rings ein Glimmern und ein Glühen,
Gleich als wollten eitle Zwerge
Einmal zum Verwundern zeigen
All den Reichtum ihrer Berge;

All den Hort geheimer Schätze,
Die sie rastlos schürften, scharrten:
Winterwald im Sonnenglanze,
Schöner als ein Frühlingsgarten! …

Mehr Infos zu Weihnachten finden Sie im Weihnachtslexikon!

Im Winter

Im Winter

20. Dezember 1864

Heinrich Hoffmann von Fallersleben

Wie sind so kurz die trüben Tag,
Wie sind die dunklen Nächte lang!
Daß ich mich kaum zu freuen wage,
Kaum denken mag an Lied und Sang.

Die Wolken ziehn wie schwere Träume
Unheimlich an des Waldes Saum,
Und wie Gespenster schaun die Bäume
In meines Zimmers düstern Raum.

Und ich von aller Welt geschieden,
allein in stiller Einsamkeit,
Wie bin ich doch so gern zufrieden
Mit meiner Freud und meinem Leid!

Kennen Sie das „Wein Unser“?

Wein Unser

Ich glaube an den Wein,
kommend von der Winzerei,
ruhend unter der Theke.
Von dannen er kommen wird
zu löschen unseren Durst.
Serviert von der Kellnerin,
niederrinnend in den Magen,
aufsteigend zum Gehirn,
Verwirrung stiftend
bis zum nächsten Morgen.
Wein Unser
daß Du bist im Glase,
gesegnet sei Dein Erfinder.
Mein Rausch komme,
mein Filmriss geschehe,
wie im Weindorf so auch in der Kneipe.
Und vergib uns unsere Schulden,
wie auch wir vergeben unseren Wirten.
Und führe uns nicht in die Milchbar,
sondern gib uns die Kraft zum Weitertrinken!
Denn Dein ist der Rausch
und die Weinseligkeit
in Ewigkeit.

PROST!

Die Quelle bzw. der/die Verfasserin ist mir leider unbekannt.

Ein Vorschlag für Ihre Weihnachtspost

Damit Sie sich frühzeitig Gedanken über Ihre diesjährige Weihnachtspost machen, schicke ich Ihnen hier einen netten Text, den Sie vielleicht verwenden können:

Weihnachten, …

naht. Eine Zeit, in der man ein wenig Abstand von der Hektik des Alltags bekommt und die besinnliche Stimmung nutzt, um über andere wichtige und schöne Dinge nachzudenken.

Weihnachten, …

eine Zeit, in der ich Ihnen Danke sagen will für die sehr angenehme und gute Zusammenarbeit im zu Ende gehenden Jahr.

Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie ein harmonisches und friedvolles Weihnachtsfest und freue mich auf das vor uns liegende Jahr 20XX.

Also ran an die Weihnachtspost, denn nur wer schreibt bleibt!