Archiv für Mai 2009

Junigedicht

Sonntag, 31. Mai 2009

Juni-Gedicht

Juni ist’s. Lind weht die Luft.
Geschoren ist der Rasen.
ein wonnevoller Rosenduft
Dringt tief in alle Nasen.

Manch angenehmes Vögelein
sitzt flötend auf den Bäumen,
indes die Jungen, zart und klein,
im warmen Neste träumen.

Flugs kommt denn auch daher gerannt,
schon früh im Morgentaue
mit seinem alten Instrument
der Musikant, der graue.

Im Juni, wie er das gewohnt,
besucht er einen Garten,
um der Signora, die da thront,
mit Tönen aufzuwarten.

Eräuspert sich, er macht sich lang,
er singt und streicht die Fiedel,
er singt, was er schon öfter sang;
Du kennst das alte Liedel.

Und wenn Du gut geschlafen hast
und lächelst hold hernieder,
dann kommt der Kerl, ich fürchte fast,
zum nächsten Juni wieder.

Wilhelm Busch

Äthiopisches Sprichwort zu Sarah Nuru

Freitag, 29. Mai 2009

Leicht abgewandelt:

“Die gilt dir nicht als große Frau,
mit der du zusammen aufgewachen bist.”

Das passt zu den Aussagen Ihrer Eltern und Schwestern.

Im Ursprung ist das Sprichtwort natürlich männlich:

Der gilt dir nicht als großer Mann,
mit dem du zusammen aufgewachsen bist.

Für alle, denen der Name Sarah Nuru nichts sagt, was gut verständlich ist. Sie ist Deutschlands aktuelles Next Top Model (2009) – von Heidi Klum und ihrem Team im Rahmen der gleichnamigen Pro7 Show ausgewählt.

Spam: Letter from Peter Wong

Donnerstag, 28. Mai 2009

Toll, Peter hat Geld für mich und gleich einen ganzen Haufen -her damit!

Letter from Peter Wong
Hello, I am Peter Wong from Hong Kong. I am contacting you today because I have a business proposition of 44.5MUSDollars and I want you to be my partner in this business. You will have 50percent of the Twenty Million.
Contact me back through my private email peterwong177@yahoo.com.hk and I will give you all the details.
Thanks.
Regards,
Mr. Peter Wong

Das Vorspiel

Samstag, 23. Mai 2009

Eine Erinnerung aus meinem Mannheimer Studium:
Prof. Dr. Dr. h.c. Erwin Dichtl, einer der renommierten Mannheimer Marketing-Professoren und leider bereits verstorben, hielt seine Grundstudiumsvorlesung Marketing – anhand seines dtv-Buches “Der Weg zum Käufer” – immer selbst und hatte dabei einige besondere Angewohnheiten. Eine davon war, dass er in der Adventszeit immer ein gemeinsames Weihnachtssingen im Rahmen einer Vorlesung veranstaltete.
Da Herr Dichtl mich aus dem Hochschulorchester kannte und dann unter den 600-700 Studierenden im A3 auch erkannt hatte, durfte ich diese Feier organisieren. Zum Glück fanden sich einige Mitstreiter und die Weihnachtslieder waren schnell einstudiert. Als dann allerdings der große Tag kam, gab Herr Dichtl mir direkt zu Beginn das Mikrofon in die Hand und sagte: “Leiten Sie das mal”.
Diese Ehre hatte ich natürlich nicht erwartet und vor so vielen Menschen auch noch nie gesprochen. Ich startete aber ganz tapfer und erläuterte unser Vorgehen: “Zuerst beginnen wir mit einem kleinen Vorspiel …”. Dieser erste Satz erntete bereits einen riesigen Lacherfolg, der mir ist zu einem viel späteren Zeitpunkt – als ich von Mitstudierenden einige Semester später wiedererkannt wurde – verständlich wurde. Denn für einen Musiker ist der Begriff Vorspiel oder Präludium ein ganz normaler. Die anderen Studierenden hatten aber wohl gänzlich andere Hintergedanken. Warum, darüber wage ich hier gar nicht zu philosophieren.
Auf jeden Fall wurde mir da zum ersten Mal bewußt, wie es ist, vor einigen hundert Menschen zu stehen und schon nach dem ersten Satz “ausgelacht” zu werden, auch wenn es eher ein “anlachen” war. Die ganze Aktion habe ich trotzdem irgendwie über die Bühne gebracht und mir geschworen, mich in Zukunft besser vor mir bekannten Professore zu verstecken.

P.S. Ich muss noch hinzufügen, dass zwei Jahre später diese Veranstaltung ein nicht ganz so gutes Ende nahm, da die mitgebrachten Kerzen – ich meine, dass es bei uns auch welche gegeben hatte – zu einem Feueralarm führten. Der nachfolgende Einsatz soll ca. 10.000 DM gekostet haben, die Herrn Dichtl als Verantwortlichen zur Last gelegt wurden. Hier zeigte sich aber, dass die Studierenden doch viel Interesse an derartigen Aktionen hatten, denn es wurde gesammelt und Herr Dichtl bekam jedenfalls einen Teil der Summe aus den Händen der Studierenden. Ich hoffe, meine Erinnerung trügt mich hier nicht.

Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater …

Donnerstag, 21. Mai 2009

Wußten Sie, dass es zu der Deutschen Redewendung: “Wenn das Wörtchen wenn nicht wär, wär mein Vater Millionär” drei Englische Pendants gibt. Und diese sind auch sehr viel bildlicher und schöner

Englische Redewendung: If I had a nickel for every time I heard that, I’d be a millionaire.
Auf Deutsch:
Wenn ich für jedes Mal, wenn ich dieses hören würden, einen Nickel bekäme, wäre ich ein Millionär.

Englische Redewendung: If ifs and ands were pots and pans there’d be no work for tinkers.
Auf Deutsch:
Wenn “wenns” und “unds” Töpfe und Pfannen wären, gäbe es keine Arbeit für Kesselflicker (Google übersetzt tinkers interessanter Weise mit Nervensägen).

Englische Redewendung: If wishes were horses, beggars would ride.
Auf Deutsch:
Wenn Wünsche Pferde wären, würden Bettler reiten.

Weitere tolle Phrasen finden Sie unter http://www.phrasen.com/