Spam: Steuerrückerstattung Benachrichtigung

Bei diesem Betreff in meiner Mailbox lachte heute morgen mein Steuerzahlerherz – doch Achtung, wer schreibt mir da. Bisher gab es Rückerstattungen wenn überhaupt nur vom örtlichen Finanzamt – wieso nun vom Bundeszentralamt. Und warum ist die E-Mail nicht personalisiert – bekommen alle 223,56 € zurück?
Der Copyright-Hinweis ist von 2010 – auf der Website steht aber folgender „© Bundeszentralamt für Steuern – 2012“
Ich schreibe gleich mal dorthin, mal sehen, was die sagen – leider finde ich keine E-Mail-Adresse nur Formulare.

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Bundeszentralamt für Steuern 26/04/2012

Steuerrückerstattung Benachrichtigung

Sehr geehrte Steuerzahler,
Nach den letzten Berechnungen des jährlichen steuerlichen Ihre Tätigkeit haben wir festgestellt, dass Sie Anspruch auf eine Steuererstattung von 223,56 EUR erhalten sollen.

Bitte reichen Sie die Steuererstattung Anfrage und erlauben uns 4-6 Tage, um es zu verarbeiten.

Um Ihre Steuererstattung zuzugreifen, folgen Sie bitte den Schritten unten:

…..- Download der Steuererstattungsansprüche Formular im Anhang zu …….dieser E-Mail
…..- öffnen Sie sie in einem Browser
…..- folgen Sie den Anweisungen auf Ihrem Bildschirm

Bundeszentralamt für Steuern
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© Bundeszentralamt für Steuern – 2010

Wer zahlt für die WestLB?

Alle Welt redet über Nokia, dabei gerät ein anderes Thema, das meiner Meinung nach mindestens so wichtig ist und neben Stellenabbau auch noch Nachteile für alle Bürger und insbesondere die Sparkassenkunden in NRW mit sich bringt, in den Hintergrund. Ich spreche über den Milliardenverlust bei der WestLB und die am Montag erzielte Einigung zwischen den Eigentümern über die Lösung dieser Problematik.

Und was ist diese Lösung: das Land NRW in Form der Landesbank und der Rheinische und der Westfälisch-Lippische Sparkassenverband (RSGV und WLSGV) sowie die Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe tragen diese Verluste.
Das bedeutet: Der Steuerzahler und die Kunden der Sparkassen sowie die Nutznießer der Landschaftsverbände werden darunter leiden.

Duisburgs Sparkassen-Chef Artur Grzesiek sagte zwar (als Beispiel für die Sparkassen in NRW) in einem Interview mit der Rheinischen Post:

„Die Sparkassenverbände, das Land Nordrhein-Westfalen und die Landschaftsverbände sind Eigentümer der WestLB. Aus diesem Grund wird sich auch die Sparkasse Duisburg im Rahmen der am Montag beschlossenen Maßnahmen mit einem siebenstelligen Betrag an der Konsolidierung der WestLB beteiligen. Diesen Betrag werden wir aus dem Ergebnis des Jahres 2007 begleichen. Dies wird ohne Auswirkungen auf unsere Kunden bleiben, die keinesfalls befürchten müssen, dass ihre Einlagen bei der Sparkasse tangiert werden.“

Das wäre ja auch noch das Allerletzte, wenn die Einlagen tangiert würden. Nein, an die Einlagen gehen Sie nicht dran, aber das Ergebnis von 2007 wird geschmählert, was gut dazu führen kann, dass Gebühren erhöht und Zinsen gesenkt werden. Natürlich muss es Folgen geben, denn die hoffentlich positiven Ergebnisse der Duisburger Sparkasse waren ja bestimmt schon für andere Dinge verplant. Vielleicht werden aber auch interne Projekte gestoppt oder verzögert.
Ähnlich wird es bei den Landschaftsverbänden aussehen. Auch diese werden das Geld ja irgendwo her nehmen müssen. Also wird an anderer Stelle gespart.

Und nun kommt noch ein Stellenabbau von bis zu 1000 Mitarbeitern hinzu. Und das ist nicht der erste Stellenabbau bei der WestLB in den letzten Jahren.

Leider wird, so wie es mir scheint, niemand wirklich für diese Misere zur Rechenschaft gezogen. Das ist sehr traurig, insbesondere da die Leidtragenden eben nicht nur Personen sind, die aktiv auf die WestLB gesetzt haben, indem sie dort einen Arbeitsplatz angenommen haben oder Aktien gekauft haben, sondern alle NRW Steuerzahler und Sparkassenkunden, die direkt oder auch indirekt überhaupt nichts mit der WestLB zu tun haben und trotzdem zahlen müssen.

Ich finde es gut, dass so viele für die Nokia-Mitarbeiter bzw. gegen den Wegzug des Werkes auf die Straße gegangen sind, aber ich würde mir wünschen, dass es bei der WestLB genau so wäre.
Allerdings ist die Politik daran nicht wirklich so interessiert wie an Nokia, denn bei der WestLB und in den verschiedenen Verbünden sitzen sie alle drin. Alle Parteien sind in diesen Gremien vertreten und haben bei den Entscheidungen der letzten Jahre mehr oder weniger mitgewirkt. Insoweit wagen sie es alle nicht – vielleicht ja auch aus gutem Grund, wer schneidet sich schon gerne ins eigene Fleisch – gegen diese Art von Misswirtschaft, Intransparenz und Ignoranz/Dummheit Sturm zu laufen!
Sehr schade!!

Kaffeesteuer – Verbrauchssteuer – Achtung bei Kauf von Kaffee oder Kaffeepads über den Versandhandel

Nachdem die NW heute dieses Thema mal wieder aufgegriffen hatte, habe ich mal ein wenig zu dem Thema recherchiert. Mir kam es nämlich sonderbar vor, dass man im EG-Ausland sehr viel mehr Kaffee kaufen und zollfrei (verbrauchssteuerfrei) über die Grenze nach Deutschland einführen darf als man sich dort bestellen kann.
Nun habe ich aber einen Abschnitt auf zoll.de gefunden, der genau diesen Sachverhalt erläutert.

Also, wie auf den Seiten des SWR nachzulesen gilt:

EU-Mengenrichtlinien

Manchmal werden allerdings Waren in so großen Mengen innerhalb der EU nach Deutschland eingeführt, dass den Zollbehörden eine rein private Verwendung zweifelhaft erscheinen muss. Zur Abgrenzung des gewerblichen Verkehrs vom privaten Reiseverkehr gelten in diesen Fällen im innergemeinschaftlichen Reiseverkehr folgende Mengenrichtlinien. Zollfrei nach Deutschland aus EU-Ländern dürfen eingeführt werden:

TABAKWAREN
Zigaretten: 800 Stück
oder
Zigarillos: 400 Stück
oder
Zigarren: 200 Stück
oder
Rauchtabak: 1 Kilogramm

ALKOHOL
Spirituosen: 10 Liter
oder
Zwischenerzeugnisse wie Likörwein oder Wermut: 20 Liter
oder
Wein (davon höchstens 60 Liter Schaumwein): 90 Liter
oder
Bier: 110 Liter

KAFFEE
Kaffee: 10 Kilogramm

Quelle: http://www.swr.de/kaffee-oder-tee/reise/2004/07/23/index.html

Ja, Sie haben richtig gelesen – 10 Kilogramm!

Kaffeesteuer – Verbrauchssteuer – Achtung bei Kauf von Kaffee oder Kaffeepads über den Versandhandel weiterlesen