Faschingsgedicht und Liebesgedicht von Heinrich Heine

Dieser Liebe toller Fasching,
Dieser Taumel unsrer Herzen,
Geht zu Ende, und ernüchtert
Gähnen wir einander an!

Ausgetrunken ist der Kelch,
Der mit Sinnenrausch gefüllt war,
Schäumend, lodernd, bis am Rande;
Ausgetrunken ist der Kelch.

Es verstummen auch die Geigen,
Die zum Tanze mächtig spielten,
Zu dem Tanz der Leidenschaft;
Auch die Geigen, sie verstummen.

Es erlöschen auch die Lampen,
Die das wilde Licht ergossen
Auf den bunten Mummenschanz;
Auch die Lampen, sie erlöschen.

Morgen kommt der Aschenmittwoch,
Und ich zeichne deine Stirne
Mit dem Aschenkreuz und spreche:
Weib, bedenke, daß du Staub bist.

Heinrich Heine (1797-1856)

Meiner Liebsten zum Valentinstag

Eins wollt ich Dir schon immer sagen,
doch ist es für mich wirklich schwer
ich könnte Dich auf Händen tragen,
verwöhnen und noch vieles mehr.

Willst Du jedoch aus meinem Munde
erfahren diese frohe Kunde,
dass ich Dich liebe und verehre,
dann ist mein Mund und Kopf ganz leere.

Drum nimm dafür dies klein Gedicht,
das klärt warum ich sag es nicht,
das hilft Dir vielleicht zu verstehen,
ich will doch weiter mit Dir gehen.

Achim Schmidtmann

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Noch ein Valentinsliebesgedicht von Hoffmann von Fallersleben

Du bist die Sonne, die nicht untergeht

Du bist die Sonne, die nicht untergeht,
Du bist der Mond, der stets am Himmel steht;
Du bist der Stern, der, wann die andern dunkeln,
Noch überstrahlt den Tag mit seinem Funkeln.

Du bist das sonnenlose Morgenrot;
Ein heit’rer Tag, den keine Nacht bedroht;
Der Freud‘ und Hoffnung Widerschein auf Erden –
Das bist du mir, was kannst du mehr noch werden!

Hoffmann von Fallersleben (1798-1874) – u.a. auch der Dichter des Deutschlandliedes

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Noch ein schönes Valentinstagsgedicht

Ich liebe Dich

Ich liebe dich, du Seele, die da irrt
im Tal des Lebens nach dem rechten Glücke,
ich liebe dich, die manch ein Wahn verwirrt,
der manch ein Traum zerbrach in Staub und Stücke.

Ich liebe deine armen wunden Schwingen,
die ungestoßen in mir möchten wohnen;
ich möchte dich mit Güte ganz durchdringen,
ich möchte dich in allen Tiefen schonen.

Christian Morgenstern

Ein Liebesgedicht zum Valentinstag am 14. Februar

Ja, du bist mein!

Ich will’s dem blauen Himmel sagen,
Ich will’s der dunklen Nacht vertrau’n,
Ich will’s als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöh’n, durch Heid und Au’n.
Die ganze Welt soll Zeuge sein:
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

In meinem Herzen sollst du leben,
Sollst haben, was sein Liebstes ist,
Du sollst, von Lieb und Lust umgeben,
Ganz fühlen, dass du glücklich bist!
Schließ‘ mich in deine Arme ein!
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)

Valentinstag – worüber freuen sich Frauen?

Das folgende sind nur Vermutungen von mir, denn ich konnte noch nicht alles testen 🙂

Wenn Sie also Ihrer Frau oder Freundin zum Valentinstag am 16. Februar eine Freude machen wollen, dann
– kaufen Sie Blumen, am besten rote Rosen
– besorgen Sie süße Leckereien, am besten kalorienarm
– mieten Sie ein Flugzeug und fliegen Sie mit diesem und einem dahinter hängenden Banner mit dem Text: „Ich liebe Dich XXX“ über Ihre Wohnung/Haus hinweg
– führen Sie ihre Liebste zum Essen, Konzert, Theaterstück, Oper, Musicual, etc. oder sonst einem Ereignis aus
– verwöhnen Sie sie mit einem wunderbaren selbstgekochten Essen
– oder mit einem selbst geschriebenen Liebesgedicht
– oder einem leckeren Frühstück am/im Bett
– oder einem neuen Bademantel mit Aufschrift „Damit meine Liebste auch niemals friere!“
– tragen Sie sie auf Händen – im wahrsten Sinne des Wortes
– oder sagen Sie ihr ganz einfach wie sehr Sie sie lieben, das reicht vielleicht völlig aus. Es wird ja immer von uns Männern behauptet, dass wir das viel zu selten sagen würden.

In meinen Sprücheportal finden Sie auch noch ein paar schöne Worte und Gedichte zum Valentinstag.