Archiv für die Kategorie „Alltägliches“

Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch

Donnerstag, 30. September 2010

Erinnern Sie sich an meinen Beitrag über den Lebensmittelverkauf von Amazon?

Eine der vielen interessanten Funktionen von Amazon ist ja die Empfehlungsfunktion also “Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch”. Diese treibt aber bisweilen recht interessante Blüten insbesondere in den Bereichen, wo noch nicht viel eingekauft wurde.

Hier ein kleines Experiment:

Kunden, die die von mir im vorherigen Artikel aufgeführte “Sachsenmilch AG: H-Milch 1,5% – 1 Tray mit 12 Packungen à 1 Liter” kauften, kauften auch “Apple iPod USB Power Adapter
“. Sagt das etwas über iPod-Nutzer aus? Sind das H-Milch Trinker?

Weiter gehts – Kunden, die die “Thiese Mejeri Bio gesalzene Butter 250 gr” kauften, kauften auch “Paul Picot Herrenmodelle Atelier La Rattrapante
” – oho 61.870 Euro, was können wir daraus schließen? Kaufen nur die Superreichen ihre Lebensmittel bei Amazon?

Das von mir aufgeführte Brot “Kornmark: Brot – Bauernschnitten – 1 Packung à 500 gr” hat leider keine interessante Empfehlung – Brot kauft man also nur mit anderen Lebensmitteln? Ebenso verhält es sich auch mit “Alfons Schuhbeck Schuhbecks Erdbeer-Marmelade mit Kardamom”.

Bei Kleidung, insbesondere Schuhen ist das auch recht interessant und zwar:

Wer die “Birkenstock Arizona , Unisex – Erwachsene Clogs & Pantoletten aus Birko-Flor
” kauft, dem ist auch das Buch “Windows 7 vernetzen (DAS bhv TASCHENBUCH) von Björn Walter” zu empfehlen – also so ein typischer Netzwerk-Administrator, der im Büro mit Birkenstock rumläuft :)

Dagegen stehen die “Buffalo London 93624 107-5621 KID LEATHER BLACK 01, Damen Pumps
” in Verbindung mit “The truth about love DVD ~ Jennifer Love Hewitt” – wer hätte das gedacht.

Spannend, nicht? Versucht es doch auch einmal!

Bahnfahrer – aktuelle Meldungen Hbf Dortmund um 13:51

Freitag, 17. September 2010

Ein ganz normaler Freitag und ein Blick auf die “Reiseauskunft pünktlich” der DB AG.
Die meisten Züge zwischen 14 und 16 Uhr sollen pünktlich ankommen, aber diese Verspätungsmeldungen gibt es schon.

14:12 ICE 640 Düsseldorf Hbf
ca. 5 Minuten später

14:17 RE 10121 Hamm(Westf)
ca. 5 Minuten später,
Grund: Verzögerungen im Betriebsablauf

14:19 IC 1918 Berlin Südkreuz
ca. 10 Minuten später,
Grund: Verspätung aus vorheriger Fahrt

14:25 IC 2114 Hamburg-Altona
ca. 60 Minuten später,
Grund: Bauarbeiten an der Strecke

15:12 ICE 940 Düsseldorf Hbf
ca. 5 Minuten später,
Grund: hohes Fahrgastaufkommen

15:17 IC 2152 Düsseldorf Hbf
ca. 15 Minuten später,
Grund: Störung am Triebfahrzeug

15:37 IC 2311 Stuttgart Hbf
ca. 40 Minuten später,
Grund: Tiere im Gleis

Mal sehen, wie es in etwas über einer Stunde ist, wenn ich fahren will.

Bahnfahrer: Hitze + Bahn = Ausfall !?

Dienstag, 6. Juli 2010

Die letzten heißen Tage haben wieder mal dazu geführt das meine Bahn regelmäßig ausgefallen ist oder verspätet war.
Offiziell wurden zwar immer andere Gründe genannt, aber ich kann mir nicht anders erklären, warum gerade jetzt gehäuft S-Bahnen, RE-Züge und auch ICs ausfallen oder stark verspätet sind.
Vielleicht liegt es auch daran, dass Signale aufgrund von Überhitzungen gestört waren. So heiß, dass Gleise sich verbogen haben, war es ja nun auch wieder nicht.

Wie war noch dieser nette Spruch: “Was sind die vier größten Feinde der Deutschen Bahn? – Frühling, Sommer, Herbst und Winter!”

Schuheinkauf – Serviceidee!

Montag, 25. Januar 2010

Heute morgen war ich bei Schneematsch-Wetter Schuhe kaufen. Dementsprechend sahen meine aktuellen Schuhe auch recht verdreckt und durch das Salz auch etwas heruntergekommen aus. Bei der Marke Ecco (gibt es unter anderem bei Goertz) war ich schon häufiger fündig geworden und so auch heute wieder. Die Verkäuferin hat mich nett bedient und meinte zu meinen aktuellen Schuhen, dass man sie bei solchem Wetter am besten zuhause immer direkt mit einem feuchten Tuch vom Salz befreit.

Aber warum hat Sie das nicht direkt im Geschäft gemacht bzw. warum bieten Schuhgeschäfte eigentlich nicht den Service die alten Schuhe schnell noch mal aufzubürsten, mit einem Schuhputztuch oder -schwamm schnell zu reinigen, einzusprühen, etc. und damit dem Kunden etwas Gutes zu tun. Noch einfacher ginge es, wenn sie eine von diesen Schuhputzmaschinen in den Laden stellen würden. Darüber könnte man bestimmt neue Kunden werben und alte noch besser halten, also ein ideals Kundenbindungstool, oder?
Vielleicht gibt es da ja schon längst und es nur mir noch nicht untergekommen. Hat jemand schon mal solche Erfahrungen gemacht?

Ich bin gespannt, was Ihr zu berichten habt.

Freund und Kupferstecher!

Montag, 18. Januar 2010

Mein Contheodorianer Gerhard Gogo Gemke www.gerhardgemke.de seines Zeichens Autor zweier historischer Jugendkrimis nutzte diesen Ausspruch als Anrede – leicht abgewandelt – für die Ankündigung seiner Vor-Lesung aus “Der falsche Orden” im Studio der Kammerspiele Paderborn, Klingelgasse am 31.1.10 um 15 Uhr.

Irgendwoher kenne ich diesen Ausspruch, aber ich habe keine Ahnung mehr woher, darum schnell mal Google befragt und auf folgenden Wikipedia-Abschnitt gestoßen:

Die sprichwörtliche Anrede „Mein lieber (oder alter) Freund und Kupferstecher“ deuten manche pikanterweise auch als abwertend und misstrauisch, da die Kupferstecher mit dem Aufkommen des Papiergeldes die nötigen Voraussetzungen mitbrachten, um als Geldfälscher tätig zu werden. Auch ist es immer wieder einmal vorgekommen, dass Kupferstecher Gemälde in Druckgrafik umgewandelt haben, ohne den Autor des Gemäldes in der Legende zu erwähnen. Üblich war es, sowohl den Namen des Malers (…fecit=…hat es gemacht) als auch den Namen des Stechers (…sculpsit=…hat es gestochen) zu nennen. Daher konnte ein Kupferstecher durchaus jemand sein, der dazu neigte sich mit fremden Lorbeeren zu schmücken, also jemand, dem gegenüber Misstrauen angebracht war. Als Beleg geben sie den Dichter Friedrich Rückert an, der ihn als Anrede in den Briefen an seinen Freund, den Kupferstecher Carl Barth benutzte. Vielleicht hat es sich dabei aber nur um eine leicht anzügliche Frotzelei unter Freunden gehandelt.

Diese Herkunft stellt Lutz Röhrich[1] im Lexikon der sprichwörtlichen Redensarten in Frage. Für ihn ist das Gedicht Rückerts „An den Gevatter Kupferstecher Barth“ zu wenig bekannt geworden. Er verweist bei der im mittleren und nördlichen Deutschland, besonders in Berlin und Sachsen gebräuchlichen, halb ironischen, halb vertraulichen Anrede stattdessen auf das 8. Kapitel in Theodor Fontanes „Frau Jenny Treibel“, 1892 (»Das hat so sein sollen, Freund und Kupferstecher; mitunter fällt Ostern und Pfingsten auf einen Tag«). Für ihn ist noch nicht geklärt, warum sich der Beruf des Kupferstechers in dieser Formel erhalten hat. Er verweist auf Parallelen zu den sinngemäß im Obersächsischen gebrauchten Redensarten „Alter Freund und Bildermann“ (wobei es sich bei dem Bildermann um einen auf den Jahrmärkten anzutreffenden Schausteller handelte, der die Erzeugnisse der Kupferstecherei verkaufte) sowie „Alter Freund und Petschaftsstecher“.

Aha – mal sehen, wo ich ihn demnächst mal verwenden kann.