GROSSMUTTER SCHLANGENKÖCHIN – aus „Des Knaben Wunderhorn“

GROSSMUTTER SCHLANGENKÖCHIN
Aus mündlicher Oberlieferung in Marias Godwi
(Bremen :1802) II S. :1:13 abgedruckt

„Maria, wo bist du zur Stube gewesen?
Maria, mein einziges Kind!“

Ich bin bei meiner Großmutter gewesen,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

„Was hat sie dir dann zu essen gegeben?
Maria, mein einziges Kind!“

Sie hat mir gebackne Fischlein gegeben,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

„Wo hat sie dir dann das Fischlein gefangen?
Maria, mein einziges Kind!“

Sie hat es in ihrem Krautgärtlein gefangen,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

„Womit hat sie dann das Fischlein gefangen?
Maria, mein einziges Kind!“

Sie hat es mit Stecken und Ruten gefangen,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

„Wo ist dann das übrige vom Fischlein hinkommen?
Maria, mein einziges Kind!“

Sie hat’s ihrem schwarzbraunen Hündlein gegeben,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

„Wo ist dann das schwarzbraune Hündlein hinkommen?
Maria, mein einziges Kind!“

Es ist in tausend Stücke zersprungen,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

„Maria, wo soll ich dein Bettlein hin machen?
Maria, mein einziges Kind!“

Du sollst mir‘ s auf den Kirchhof machen,
Ach weh! Frau Mutter, wie weh!

TELL UND SEIN KIND (Des Knaben Wunderhorn)

TELL UND SEIN KIND – aus der „Des Knaben Wunderhorn“ – Unter diesem Titel veröffentlichten Clemens Brentano und Achim von Arnim von 1805 bis 1808 eine Sammlung von Volksliedtexten in drei Bänden.

Abgeschrieben vom Giebel eines Hauses in Arth in der Schweiz
durch Arnim, siehe Französische Miszellen III S. 82

Tell
Zu Uri bei den Linden
Der Vogt steckt auf den Hut
Und sprach: „Ich will den finden,
Der dem kein Ehr antut.“
Ich tat nicht Ehr dem Hute,
Ich sah ihn kühnlich an.
Er sagt: „Du traust dem Mute,
Will sehn, ob du ein Mann!“
Er faßt den Anschlag eitel,
Daß ich nun schieß geschwind
Den Apfel von dem Scheitel
Meinem aller liebsten Kind.

Kind
Ach, Vater, was hab ich getan,
Daß du mich also bindest an?

Tell
Mein Kind, schweig still, mein Herz schonst groß,
Ich hoff, es soll mein Pfeilgeschoß
Kein Schaden dir bereiten,
Du trägst kein Schuld und ich kein Sünd,
Ruf nur zu Gott mit mir, mein Kind,
Gott wird den Pfeil schon leiten.
Halt auf dein Haupt, richt dich nur auf,
In Gottes Namen schieß ich drauf,
Der gerechte Gott soll leben!

Kind
Ach, Vater mein, Gott mit uns hält,
Der Apfel von dem Scheitel fällt,
Gott hat den Segen geben.

Berliner Weisse

Berliner Weisse hatte ich bisher nur selten getrunken und wenn, dann eigentlich immer in einem Biergarten bei schönem Sonnenwetter und netter Gesellschaft. Ob ich sowohl Berliner Weisse mit Waldmeister und mit Himbeere schon vorher getrunken habe, weiß ich gar nicht mehr genau, aber mir hat es immer recht gut geschmeckt.

Mit diesem Hintergrund habe ich mir letztens im Getränkemarkt zwei Sixpacks Berliner Kindle Berliner Weisse mitgenommen – einmal mit Schuss Waldmeister und einmal mit Schuss Himbeere.

Leider war das Geschmackserlebenis dabei ein ganz anderes, als mir in Erinnerung war. Was vielleicht aber auch mit den anderen Umständen zuhause zusammen hängt. Auf jeden Fall schmeckt die Weisse mit Waldmeister wie Wackelpudding – ist vielleicht ja auch derselbe Geschmacksstoff – und die Weisse mit Himbeer ist etwas besser zu trinken aber auch super süß.

Na ja, vielleicht hat sich auch einfach mein Geschmack geändert und die Berliner Weisse fertig gemixt schmeckt genau so wie die im Lokal. Auf jeden Fall muss ich Berliner Kindl hiermit eine Absage von meiner Seite erteilen, aber sicherlich gibt es andere, die das gerne trinken. Aber dafür sollte man das Süße im Bier sehr mögen!

DES SULTANS TÖCHTERLEIN UND DER MEISTER DER BLUMEN

Des Knaben Wunderhorn

DES SULTANS TÖCHTERLEIN UND DER MEISTER DER BLUMEN
Altes fliegendes Blatt aus Köln

Der Sultan ha tt ein Töchterlein,
Die war früh aufgestanden,
Wohl um zu pflücken die Blüme=
In ihres Vaters Garten. [lein

Da sie die schönen Blümelein
So glänzen sah im Taue:
Wer mag der Blümlein Meister
Gedachte die Jungfraue. [sein,

Er muß ein großer Meister sein,
Ein Herr von großen Werten,
Der da die schönen Blümelein
Läßt wachsen aus der Erden.

Ich hab ihn tief im Herzen lieb,
o dürft ich ihn anschauen!
Gern ließ ich meines Vaters Reich
Und wollt sein Gärtlein bauen.

Da kam zu ihr um Mitternacht
Ein heller Mann gegangen:
„Tu auf, tu auf, viel schöne Magd,
Mit Lieb bin ich umfangen.“

Und schnell die Magd ihr Bettlein
Zum Fenster tät sie gehen, [ließ,
Sah Jesum, ihr viel schönes Lieb,
So herrlich vor sich stehen.

Sie öffnet ihm voll Freudigkeit,
Sie neigt sich tief zur Erden
Und bot ihm freundlich gute Zeit
Mit sittsamen Gebärden.

„Woher, woher, O Jüngling schön?
In meines Vaters Reichen
Mag keiner dir zu Seite gehn,
Sich keiner dir vergleichen.“

„Viel schöne Magd, du dachtest
Um dich bin ich gekommen [mein,
Aus meines Vaters Königreich,
Ich bin der Meister der Blumen.“

,,O Herr, O Herr, wie weit, wie weit
Ist’s zu des Vaters Garten?
Dort möcht ich wohl in Ewigkeit
Der schönen Blumen warten.“

„Mein Garten liegt in Ewigkeit
Und noch viel tausend Meilen,
Da will ich dir zum Brautgeschmeid
Ein Kränzlein rot erteilen.“

Da nahm er von dem Finger sein
Ein‘ Ring von Sonnengolde
Und fragt, ob Sultans Töchterlein
Sein Bräutlein werden wollte.

Und da sie ihm die Liebe bot,
Sein Wunden sich ergossen;
,,O Lieb, wie ist dein Herz so rot,
Dein Hände tragen Rosen.“

„Mein Herz, das ist um dich so rot,
Für dich trag ich die Rosen,
Ich brach sie dir im Liebestod,
Als ich mein Blut vergossen.

Mein Vater ruft, nun schürz dich, Braut,
Ich hab dich längst erfochten.“
Sie hat auf Jesus Lieb vertraut,
Ihr Kränzlein war geflochten.

Weinsprüche und Weinzitate

Wer Wein trinkt, schläft gut.
Wer gut schläft, sündigt nicht.
Wer nicht sündigt, wird selig,
Wer also gut Wein trinkt, wird selig.
William Shakespeare

Beim Weißwein denkt man an Dummheiten.
Beim Rotwein spricht man Dummheiten.
Beim Sekt macht man Dummheiten.
Henri Vidal

Ein Trinkgefäß, sobald es leer, macht keine rechte Freude mehr.
Wilhelm Busch

Siehst du Wein im Glase blinken, lerne von mir deine Pflicht:
Trinken kannst du, du kannst trinken; doch betrinke dich nur nicht.
Gotthold Ephraim Lessing

Lebe, bis Du satt geküsst und des Trinkens müde bist.
Gotthold Ephraim Lessing

Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Thor sein leben lang.
Martin Luther

Schade, daß man einen so guten Wein nicht streicheln kann.
Kurt Tucholsky

Die besten Vergrößerungsgläser für die Freuden dieser Welt sind jene, aus denen man trinkt.
Joachim Ringelnatz

Trunken müssen wir alle sein!
Jugend ist Trunkenheit ohne Wein;
trinkt sich das Alter wieder zur Jugend,
so ist es wundervolle Tugend.
Für Sorgen sorgt das liebe Leben,
und Sorgenbrecher sind die Reben.
Johann Wolfgang von Goethe

PaDir – neues Paderborn-Directory mit PHP Link Directory

Neben der Paderborner Suchmaschine padersuche.de starte ich nun auch mit einem Paderborn-Directory, einem Linkverzeichnis zu Paderborn und Umgebung: PaDir.
Hierzu habe ich mir die Software PHP Link Directory ausgewählt und bin gerade dabei mich ein wenig einzuarbeiten. Insoweit wird es unter www.padir.de in den nächsten Wochen noch einige Änderungen geben, aber zögert bitte trotzdem nicht, Eure Paderborner Websites dort einzutragen.

Abschiedssprüche von Todesanzeigen

Leise kam das Leid zu dir, trat an deine Seite,
schaute still und ernst dich an, blickte dann ins Weite.
Leise nahm es deine Hand, ist mit dir geschritten,
ließ dich niemals wieder los, du hast viel gelitten.
Leise ging die Wanderung über Tal und Hügel
und uns war’s als wüchsen still deiner Seele Flügel.

Autor unbekannt

Wenn ihr an mich denkt, seid nicht traurig.
Erzählt lieber von mir und traut euch zu lachen.
lasst mir einen Platz zwischen euch,
so wie ich ihn im Leben hatte.

Autor unbekannt

Deine Fröhlichkeit war Dein Glaube,
Dein unendliches Vertrauen in das Leben
und deine Liebe zu uns.

Autor unbekannt

Weinet nicht, ich hab‘ es überwunden,
bin befreit von meiner Qual,
doch lasst mich in stillen Stunden
bei euch sein so manches Mal.
Was ich getan in meinem Leben,
ich tat es nur für euch,
was ich gekonnt, hab‘ ich gegeben,
als Dank bleibt einige unter euch.

Autor unbekannt