Archiv für Mai 2006

Essen Gehen in den USA

Mittwoch, 31. Mai 2006

Mein kurzer Aufenthalt in den USA hat mir wieder einige Dinge in Erinnerung gebracht, die einem Deutschen beim Essen Gehen in den USA auffallen.

Es beginnt erst einmal mit dem Obligatorischen: Wait to be seated!
Wenn Kapazitäten frei sind, wird man meistens sehr schnell mit einem Tisch versorgt. Allerdings gehen die Amis gerne und häufig Essen, so dass man auch häufiger mal warten muss. Meistens ist das jedoch auch unproblematisch und es gibt sogar Sitzgelegenheiten oder eine Bar für die Wartenden. Unangenehmer ist es, wenn man bei brütender Hitze draußen warten muss. Der oder die Verantwortliche Zuweiserin notiert sich den Namen des Gastes, der warten muss. Bei einigen deutschen Namen kann das spätere Aufrufen dann sehr witzig sein.

Hat man dann einen Tisch zugewiesen bekommen, so dauert es meistens nur wenige Sekunden, bis der oder die Kellnerin kommt, sich mit Namen (Vornamen) vorstellt und die Karten verteilt – “Hi, I am … and your waiter tonight…” Getränkewünsche werden dann häufig auch direkt aufgenommen. Von nun an geht alles recht fix. Die Bestellungen werden aufgenommen. Als Selten-USA-Reisender fällt einem meistens die Auswahl der Beilagen und speziell der Salatsaucen etwas schwer, aber meistens sind die Kellnerinnen recht geduldig.

Lange warten muss man auf das Essen eigentlich nie. Allerdings wird dem Gast auch selten Zeit nach dem Essen gelassen. Denn dann erscheint die Kellnerin sehr bald wieder und fragt, ob man noch etwas wünsche. Verneint man dieses, so erhält man fast direkt die Rechnung. Leider wird dann auch häufig bereits von den Abräumkräften – ja, es gibt eine Unterscheidung zwischen Kellnerinnen und Abräumkräften, letztere sind wohl auch schlechter bezahlt – der Tisch abgeräumt. So erging es uns erst gerade wieder am letzten Sonntag, da wurden sogar halbvolle Gläser abgeräumt, obwohl sich die Personen nur gerade kurz entfernt hatten. Da sind wir in Deutschland doch meistens etwas anderes gewöhnt. Wenn auch der Service hier meistens schlechter ist, so wird einem doch Zeit gelassen, auch ohne eine weitere Bestellung noch ein wenig sitzen zu bleiben. Außerdem muss man hier ja meistens nach der Rechnung fragen, was wahrscheinlich den Amis komisch vorkommt.

Insgesamt muss ich aber sagen, dass ich vom Essen, was den Geschmack und die Kosten angeht, positiv überrascht worden bin. Und Kinder werden überall immer besonders bedacht: häufig gibt es Malzeug, immer Kinderessen und natürlich auch Kindergetränke, die oft in verschließbaren Kunststoffbechern sind – sehr praktisch!

New York und seine Humidity

Dienstag, 30. Mai 2006

Ich war die letzten Tage in der Nähe von New York City besser gesagt in New Jersey und war wieder einmal erstaunt über die hohen Temperaturen und die ebenfalls sehr hohe Luftfeuchtigkeit. Bei dem Klima kann man gut verstehen, dass die Amis überall Klimaanlagen (AC – Air Conditioning) haben, wenn man auch nicht verstehen kann, dass sie diese immer so niedrig einstellen. Für einen “normalen” Westeuropäer gilt für die USA folgende Regel:

  • Im Sommer sollte man immer eine Jacke oder einen Pullover für die Innenräume mitnehmen, sonst bekommt man dort das frösteln
  • Im Winter sollte man sich immer nach dem Zwiebel-Prinzip (mehrere Schichten) anziehen, damit man in den Innenräumen etwas ausziehen kann. Teilweise reicht ein T-Shirt aus

Die Amis sind da wirklich total unempfindlich – so scheint es jedenfalls – wie kommt das nur?

Beim 10. Versuch erfolgreich

Mittwoch, 24. Mai 2006

Ca. bei meinem 12. Versuch, die Vodafone-Kundenbetreuung zu erreichen, bin ich endlich durchgekommen und konnte meine Fragen vorbringen. Diese wurden dann auch schnell und kompetent beantwortet. Trotzdem hat mich das häufige probieren genervt. Außerdem verstehe ich nicht ganz die Vorgehensweise von Vodafone, denn schon nach ca. 2 Minuten wird man aus der Warteschleife geworfen und gebeten erneut anzurufen. Welchen Sinn macht das? Werden damit genug Anrufer vertrieben? Bei anderen Unternehmen bleibt man so lange in der Warteschlange, bis man dran ist. Oder liegt es daran, dass die Nummer kostenlos ist und Vodafone für jeden Anrufer in der Warteschlange zahlen muss? Ich hätte mir hier jedenfalls weniger Wartezeit gewünscht.

Rieslaner

Dienstag, 23. Mai 2006

Man kann bei “Wer wird Millionär” (RTL, Günter Jauch) doch immer wieder etwas lernen. Gestern ging eine Frage darum, welche der folgenden Rebsorten vor allem in Franken angebaut wird: Rieslaner, Silvinger, Trolling (oder ählich) oder Dornberger.
Zu all diesen Namen gibt es ja eine bekannte Rebsorte: Riesling, Silvaner, Trollinger und Dornfelder. Was ist nun aber eine wirkliche Rebsorte von den zur Auswahl stehenden. Der Kandidat hat lieber die 32.000 Euro genommen. Es ist der Rieslaner – ich muss leider zugeben, dass ich von dieser Rebsorte vorher auch noch nie gehört habe, aber es gibt sie schon bald ein Jahrhundert:

Rieslaner
Kreuzung aus Silvaner x Riesling von 1921. Stammt aus Franken und ist immer noch hauptsächlich hier beheimatet, darüber hinaus vor allem in der Pfalz und in Rheinhessen.

Der Wein besitzt besonders bei höheren Mostgewichten ähnlich komplexe Fruchtaromen, ansprechende Säure und reichen Extrakt wie der Riesling.

Farbe: blaß- bis hellgelb mit Grünstich, Aromen: Grapefruit, Rhabarber, Maracuja, Heu; Geschmack: feinrassige Säure und leichter bis mittelkräftiger Körper. Essen: Süßwasser- und zarter Seefisch, Huhn und Kalb, gekocht, Frischkäse.

Quelle: wein-abc.de

Rieslaner aus Franken bekommt man z.B. bei:

Hier noch eine kleine Auswahl von Rebsorten – vielleicht für die nächste Jauch-Frage:
Unsere Rebsorten: Barbera, Bourboulenc, Brunello, Cabernet Franc, Cabernet Sauvignon, Canaiolo nero, Carignan, Cesanese, Chardonnay, Chenin Blanc, Clairette, Colombard, Corvina Veronese, Dolcetto, Domina, Dornfelder, Furmint, Gamay, Garganega, Gewürztraminer, Graciano, Grenache, Grenache Blanc, Grüner Veltliner, Malbec, Malvasia, Marsanne, Merlot, Molinara, Montepulciano, Moscato bianco, Mourvèdre, Nebbiolo, Petit Verdot, Pinot Bianco, Pinot Grigio, Pinot Gris, Pinot Noir, Pinotage, Prosecco, Riesling, Rondinella, Rousanne, Ruby Cabernet, Sangiovese, Sauvignon Blanc, Semillon, Shiraz, Spätburgunder, Syrah, Tannat, Tempranillo, Tinta Barocca, Tinta Roriz, Tocai Friulano, Trebbiano, Ugni Blanc, Viognier, Viura, Weißburgunder, Zinfandel

Die Orks haben den Eurovision Song Contest 2006 gewonnen!

Montag, 22. Mai 2006

Als ich am Samstag Abend kurz vor zwölf nach Hause kam und die letzten Minuten des Song Contests und dann diese Entscheidung erleben durfte, war ich doch sehr verblüfft. Die finnischen Sieger erscheinen mir, als wären sie direkt aus einem Tolkien Roman entstiegen und dann noch Hard Rock auf diesem doch eher als Schlagerfestival titulierten Wettbewerb. Aber diese Entscheidung macht es nächstes Jahr wieder mal spannend in Deutschland, denn nun steht ja eine ganz neue Klientel zur Wahl und wahrscheinlich wird dann auch auf einen anderen Moderator als Thomas Hermanns zurückgegriffen.
Diese Veranstaltung scheint sich ja wahrlich jährlich zu erneuern – hoffentlich können wir Deutschen da mithalten. Hier eine kleine Auswahl möglicher zukünftiger Richtungen (sortiert nach den Jahrzehnten, Quelle: de.wikipedia.org)
50er: [ Rock ’n’ Roll | Rockabilly ]

60er: [ Beat | Bluesrock | Classic Rock | Countryrock | Folk Rock | Garagenrock | Psychedelic Rock ]

70er: [ Glam Rock | Hard Rock | Jazz Rock/Fusion | Krautrock | Mittelalter-Rock | Progressive Rock | Punk | Zeuhl ]

80er: [ Emo | Gothic | Hardcore Punk | Metal | Independent | Neo-Prog | New Wave | Psychobilly ]

90er: [ Alternative | Britpop | Crossover | Grunge | Industrial Rock | Postrock | Retro-Prog | Stoner Rock ]

Krautrock wäre doch toll oder vielleicht lieber Faltenrock oder Wickelrock :)